ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2006GKV: Keine neue Praxisgebühr

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GKV: Keine neue Praxisgebühr

Dtsch Arztebl 2006; 103(19): A-1260 / B-1072 / C-1032

ddp/Ri

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LNSLNS Ministerium dementiert fünf Euro je Visite.
Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium hat einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, nach dem die Bundesregierung fünf Euro Praxisgebühr pro Arztbesuch erwägt. Darüber sei in der Arbeitsgruppe zur Gesundheitsreform überhaupt nicht gesprochen worden, sagte Ministeriumssprecher Klaus Vater.
Die „Welt“ hatte zuvor unter Berufung auf Koalitionskreise berichtet, man erwäge, jeden Patienten fünf Euro je Praxisbesuch zahlen zu lassen. Dadurch könnten Beitragssatzsteigerungen bei den Krankenkassen abgewendet werden. „Das bringt nicht nur mehr Einnahmen, sondern hat auch eine Steuerungsfunktion“, zitierte das Blatt Insider. Durch die Maßnahme bekämen die Kassen relativ kurzfristig mindestens eine Milliarde Euro zusätzlich. Im Jahr 2005 brachte die Praxisgebühr von derzeit zehn Euro je Quartal dem Bericht zufolge Einnahmen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro.
Dr. med. Leonhard Hansen kritisierte allerdings, die Steuerungswirkung der Praxisgebühr habe sich längst abgeschwächt, weil mehr als die Hälfte aller Patienten von der Zuzahlung befreit sei. Dass einkommensschwache Patienten nicht auf einen notwendigen Arztbesuch verzichten müssten, sei richtig. Doch dass die Kassen Versicherte zum Beispiel mit einer Befreiung im Rahmen von Bonusprogrammen lockten, hält der Vorsitzende der KV Nordrhein für falsch. ddp/Ri
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