ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2006Pathologie: Suche nach neuen Rollen

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Pathologie: Suche nach neuen Rollen

Dtsch Arztebl 2006; 103(19): A-1260 / B-1072 / C-1032

Merten, Martina

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Foto: Anja Jungnickel
Foto: Anja Jungnickel
Berufsverband plädiert für organübergreifende Zentrenbildung.
Auf die Rolle der Pathologie in medizinischen Zentren haben der Berufsverband Deutscher Pathologen und die Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) aufmerksam gemacht. „Die Pathologie ist der allen Zentren gemeinsame Kern“, betonte Prof. Dr. med. Werner Schlake, Vorsitzender des Berufsverbandes, am Rande des 6. Bundeskongresses Pathologie in Berlin.
Schlake kritisierte den organspezifischen Charakter der derzeitigen Zentrenbildung. Für jedes Organ, ausgehend von der Brustzentrumsbildung, entstehe zurzeit eine eigene GmbH mit eigenen Vorstellungen, Qualitätszielen und Strukturen. Pathologen verbrächten derzeit mehr Zeit auf dem Weg zu interdisziplinären Konferenzen außer- als innerhalb eines Instituts. Diese Vorgehensweise sei um ein Vielfaches teurer und zeitaufwendiger, so Schlake gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Der Berufsverbandsvorsitzende sprach sich für eine organübergreifende Bildung von Zentren, ausgehend von Kernfächern wie der Pathologie, der Radiologie oder der Onkologie, aus.
Derzeit sind etwa 1 300 Pathologen deutschlandweit berufstätig. Nach Angaben der DGP führen Pathologen jährlich etwa 28 000 Obduktionen durch, von mehr als 20 Millionen Patienten diagnostizieren sie pro Jahr Gewebeproben und Zellen. MM
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