ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2006Insulinanaloga: Widerspruch!
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Foto: dpa
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Der Artikel enthält u. a. folgende Aussage: Zu dem Vorwurf von Patientenverbänden und Herstellern, das Institut missachte die Behandlungsrealität von Betroffenen, heißt es in dem Schreiben der Bundesregierung lediglich, Stellungnahmen lägen bisher nur von Pharmaunternehmen und Verbänden vor, „nicht jedoch von Fachgesellschaften“. Diese Aussage der Bundesregierung entspricht nicht den Tatsachen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft, die ca. 7 000 Mitglieder aus Universitäten, Kliniken und Praxen vertritt, hatte bereits im August 2005 zum Vorbericht des IQWiG eine kritische Stellungnahme verfasst. Diese ist vom IQWiG dem endgültigen Bericht als Anhang, bedauerlicherweise kommentarlos und ohne Berücksichtigung bei der Bewertung, beigefügt worden. Sie hat somit sowohl dem G-BA als auch dem Ministerium vorgelegen. Auch zum Bericht gibt es eine aktuelle Stellungnahme der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) (www.deut sche-diabetes-gesellschaft.de). Hauptkritikpunkt am Bericht des IQWiG ist die Reduktion der Datenbasis auf wenige randomisierte kontrollierte Studien (RCTs). Dieses international unübliche Vorgehen berücksichtigt zudem nicht, dass es sich bei der Insulintherapie um eine individuell anzupassende Therapie handelt. Die DDG beurteilt die gesamte Datenbasis so, dass die
Insulinanaloga eine wissenschaftlich fundierte Erweiterung des therapeutischen Portfolios darstellen, die ausgewählten Patienten im Versorgungsalltag angeboten werden sollte.
Prof. Dr. Harald Klein, Vorsitzender des Ausschusses Pharmakotherapie der Deutschen Diabetes Gesellschaft, Universitätskliniken Bergmannsheil, Bürkle-de-la-Camp-Platz 1, 44702 Bochum
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