ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2006Interview: Definition der Psychotherapie
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LNSLNS Mir ist bisher nicht bekannt, dass die „Bundes­psycho­therapeuten­kammer“ Ansprechpartner für „psychische Erkrankungen“ ist, wohl aber, dass durch das zum 1. Januar 2000 in Kraft getretene Psychotherapeutengesetz (PsychThG) zwei neue Heilberufe geschaffen worden sind, nämlich der des „Psychologischen Psychotherapeuten“ und der des „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten“, die ähnlich wie Ärzte mit entsprechender Qualifikation Psychotherapie ausüben dürfen. Dabei ist nach der gesetzlichen Definition in Artikel 1 § 1, 3 des PsychThG Psychotherapie im Sinne dieses Gesetzes „jede mittels wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist“. Und etwas weiter: „Zur Ausübung von Psychotherapie gehören nicht psychologische Tätigkeiten, die die Aufarbeitung und Überwindung sozialer Konflikte oder sonstige Zwecke außerhalb der Heilkunde zum Gegenstand haben.“ Da ist von der Zuständigkeit für alle psychischen Erkrankungen nicht die Rede. Außerdem weiß jeder, der mit psychisch Kranken arbeitet, dass Psychotherapie nur bei bestimmten Voraussetzungen seitens des Patienten indiziert ist (siehe Zitat) . . .
Birgit Löber-Kraemer, Paul-Clemen-Straße 3, 53113 Bonn
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