ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2006Bekanntmachungen: Beschluss des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses nach § 91 Abs. 7 SGB V zur Positronen­emissions­tomo­graphie vom 20. 12. 2005

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Bekanntmachungen: Beschluss des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses nach § 91 Abs. 7 SGB V zur Positronen­emissions­tomo­graphie vom 20. 12. 2005

PP 5, Ausgabe Mai 2006, Seite 238

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LNSLNS Beschluss
des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses nach § 91 Abs. 7 SGB V
zur Positronen­emissions­tomo­graphie bei
- Bestimmung des Tumorstadiums von primären
nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen einschließlich
der Detektion von Lungenfernmetastasen
- Nachweis von Rezidiven (bei begründetem Verdacht)
bei primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen
- Charakterisierung von Lungenrundherden, insbesondere Beurteilung der Dignität peripherer Lungenrundherde bei Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko und wenn eine Diagnosestellung mittels einer invasiven Methodik nicht möglich ist
vom 20. 12. 2005


Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss gemäß § 91 Abs. 7 SGB V hat in seiner Sitzung am 20. Dezember 2005 folgende
Beschlüsse zur Anwendung der Positro-
nenemissionstomographie im stationären Bereich gefasst:
I. Die Positronen­emissions­tomo­graphie erfüllt bei der Indikation Bestimmung des Tumorstadiums von primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen einschließlich der Detektion von Lungenfernmetastasen die Kriterien des § 137c SGB V (ausreichend, zweckmäßig, wirtschaftlich) und bleibt damit Leistung im Rahmen der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung.
In der Anlage A der Verfahrensregeln zur Bewertung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im Krankenhaus gemäß § 137c SGB V (Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die als Krankenhausbehandlung zulasten der gesetzlichen Krankenkassen erbracht werden dürfen) wird folgende Nummer angefügt:
3.1 Positronen­emissions­tomo­graphie bei Bestimmung des Tumorstadiums von primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen einschließlich der Detektion von Lungenfernmetastasen
Die Positronen­emissions­tomo­graphie erfüllt bei der Indikation Nachweis von Rezidiven (bei begründetem Verdacht) bei primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen die Kriterien des § 137c SGB V (ausreichend, zweckmäßig, wirtschaftlich) und bleibt damit Leistung im Rahmen der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung.
In der Anlage A der Verfahrensregeln zur Bewertung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im Krankenhaus gemäß § 137c SGB V (Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die als
Krankenhausbehandlung zulasten der gesetzlichen Krankenkassen erbracht werden dürfen) wird folgende Nummer angefügt:
3.2 Positronen­emissions­tomo­graphie bei Nachweis von Rezidiven (bei begründetem Verdacht) bei primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen
Die Positronen­emissions­tomo­graphie erfüllt bei der Indikation Charakterisierung von Lungenrundherden die Kriterien des § 137c SGB V (ausreichend, zweckmäßig, wirtschaftlich) und bleibt damit Leistung im Rahmen der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung.
In der Anlage A der Verfahrensregeln zur Bewertung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im Krankenhaus gemäß § 137c SGB V (Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die als
Krankenhausbehandlung zulasten der gesetzlichen Krankenkassen erbracht werden dürfen) wird folgende Nummer angefügt:
3.3 Positronen­emissions­tomo­graphie bei Charakterisierung von Lungenrundherden

II. In der Anlage A der Verfahrensregeln zur Bewertung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im Krankenhaus gemäß § 137c SGB V (Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die als Krankenhausbehandlung zulasten der gesetzlichen Krankenkassen erbracht werden dürfen) wird nach Nummer 3.3 der folgende Satz eingefügt: „Bei der Anwendung der Positronen­emissions­tomo­graphie gemäß den Nummern 3.1 bis 3.3 muss das Behandlungskonzept die therapeutischen Konsequenzen der Positronen­emissions­tomo­graphie begründen.“

III. Die Änderungen der Richtlinie treten am Tage nach der Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft.

Siegburg, den 20. 12. 2005

Gemeinsamer Bundes­aus­schuss
gemäß § 91 Abs. 7 SGB V
Der Vorsitzende

Prof. Dr. Polonius
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