ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2006Gesundheitsreform: Patienten droht Mehrbelastung

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Gesundheitsreform: Patienten droht Mehrbelastung

Rabbata, Samir

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Stalking-Opfer sind derzeit gesetzlich nur unzureichend geschützt. Foto: KEYSTONE
Stalking-Opfer sind derzeit gesetzlich nur unzureichend geschützt. Foto: KEYSTONE
Die DGVP mahnt stärkere Einbeziehung von Patientenrechten an.
Vor einer Abkehr von der solidarischen Finanzierung des Gesundheitswesens warnt die Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP). Nach allem, was bisher aus Koalitionskreisen zu hören sei, laufe die geplante Gesundheitsreform auf eine stärkere Belastung der Patienten bei gleichzeitigem Abbau von Leistungen hinaus, beklagte Wolfram-Arnim Candidus, Vorstandsmitglied der DGVP in Berlin.
Insbesondere das jüngst ins Gespräch gebrachte Fonds-Modell, das eine verstärkte Steuerfinanzierung des Gesundheitswesens vorsieht, kritisierte Candidus scharf. Neben einer überbordenden Bürokratie sei eine Gesundheitspolitik nach Haushaltslage zu befürchten. Außerdem würden die Versicherten gleich mehrfach belastet. So belaufe sich der Steuerzuschlag, den jeder Bürger für das Gesundheitswesen entrichten müsste, auf etwa 30 Euro im Monat. Durch das Einfrieren der Arbeitgeberbeiträge kämen für die Arbeitnehmer höhere Beitragssätze für die Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung von rund 2,3 Prozent hinzu. SR
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