ArchivDeutsches Ärzteblatt20/200624-Stunden-Dienst: Wertvoller Beitrag
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LNSLNS Dieser Bericht schildert ohne Übertreibungen und Effekthascherei den Ablauf eines „typischen“ Bereitschaftsdienstes in einer Inneren Abteilung. Der Autorin ist sehr für die detaillierte und nüchterne Darstellung zu danken. Auch das Anspruchsdenken der Patienten ist treffend skizziert. Hier wird sogar für Laien ersichtlich, was Klinikärzten zugemutet wird. Ein wertvoller Beitrag im zurzeit schwelenden Tarifkonflikt, den sich vor allen Dingen die Verhandlungsführer der Gegenseite einmal aufmerksam durchlesen sollten, um vielleicht auf diesem Wege eine Ahnung von den physischen und psychischen Belastungen zu bekommen, denen Ärzte in Bereitschaftsdiensten ausgesetzt sind. Sinnvoller wäre es freilich, einmal bei einem solchen Dienst mitzulaufen. Möglicherweise wäre das Märchen vom „inaktiven“ Bereitschaftsdienst dann endlich vom Tisch und das Verständnis für die Forderungen nach anständiger Vergütung solcher Dienste und akzeptable Arbeitsbedingungen größer. Allerdings befürchte ich, dass diese Wahrheit dort niemand hören will.
Dr. Martin Presch, Steinacker 1, 45701 Herten
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