ArchivDeutsches Ärzteblatt20/200624-Stunden-Dienst: Sorge um die Qualität des Schlafs
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LNSLNS Beim Lesen dieses Berichts von Dr. med. Katrin Schuchardt stellte ich mir als Schlafmediziner ihr registriertes Schlafprofil vor, wenn sie schließlich doch einmal ein Wochenende zur Ruhe kommt . . . Der gemessene (und nicht der erfragte) Schlaf ist leider ein Stiefkind unserer heutigen Medizin . . . Der ehemalige Präsident der USA, Bill Clinton, soll – nach Aussagen von Experten – während seiner Amtszeit auf einer Ärzteversammlung appelliert haben: „Ärzte der USA wacht auf, kümmert euch um den Schlaf der Menschen!“ Diesen Ausspruch möchte ich abwandeln: „Ärzte, wacht auf, und fordert für euch die Gewährleistung eines normalen, objektiv nachweisbaren Schlafs. Andernfalls sitzt euch das Burn-out-Syndrom im Nacken, und die Gefahr zu Fehlhandlungen wächst.“ Ich würde mich auch freuen, wenn die Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin, Frau Ulla Schmidt, sich auch einmal um die Qualität des Schlafs der Ärzte Sorgen machen würde, denn durch die Nachterholung der Ärzte wird die Qualität der Patientenbetreuung bestimmt. Immanuel Kant (1724–1804) schrieb: „Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht
gegen die vielen Mühseeligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.“ Wer schlecht und zu wenig schläft, der hat wenig zu lachen und zu hoffen.
Prof. em. Prof. Dr. med. Karl Hecht, Büxensteinallee 25, 12527 Berlin
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