ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2006Allgemeininternist: Offene Frage

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Allgemeininternist: Offene Frage

Dtsch Arztebl 2006; 103(20): A-1363 / B-1158 / C-1114

Freitag, Michael H.

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LNSLNS Vielen Dank für die Zusammenfassung des aktuellen Stands der Verschmelzung der Fächer Innere und Allgemeinmedizin im Rahmen der Umsetzung der neuen WBO in den einzelnen Bundesländern. Eine weitere unbeantwortete Frage ist jedoch, ob und wann damit zu rechnen ist, dass man die neue Facharztbezeichnung „Innere und Allgemeinmedizin“ überhaupt führen darf. Auf der Webseite der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer findet sich z. B. seit einigen Monaten folgender Hinweis, der die anderen Bundesländer wahrscheinlich ebenso betrifft: „Infolge des Vertragsverletzungsverfahrens der Europäischen Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen fehlerhafter Umsetzung des Titels IV der Richtlinie 93/16/EWG vom 5. April 1993 musste im Abschnitt B Nummer 10.1 (Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin) eine Ergänzung um Führbarkeitsregelungen der Facharztbezeichnung „Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin“ vorgenommen werden: So darf nach Beschluss des 59. Bayerischen Ärztetages vom 23. April 2005 die Facharztbezeichnung „Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin“ oder die zugehörige Kurzbezeichnung nur in der Form „Facharzt für Allgemeinmedizin“ oder „Allgemeinarzt“ geführt werden. Die Facharztbezeichnung „Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin“ oder die zugehörige Kurzbezeichnung darf ab dem Tag nach der Veröffentlichung der Mitteilung der Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 41 der Richtlinie 93/16/EWG vom 5. April 1993 (ABl EG Nr. L 165 S. 1) geändert durch die Richtlinie 2001/19/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 14. Mai 2001 (ABl EG Nr. L 206 S. 1) über den Ersatz der bisherigen Facharztbezeichnung „Facharzt für Allgemeinmedizin“ durch die Facharztbezeichnung „Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin“ geführt werden. Dieser Zeitpunkt wird im Bayerischen Ärzteblatt bekannt gegeben. Die betroffenen Ärzte warten also auch in dieser Hinsicht auf ein letztes Wort.
Dr. med. Michael H. Freitag, MPH, Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften, Universität Bayreuth, Prieserstraße 2, 95444 Bayreuth
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