ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2006ITeG 2006: IT-gestützt Prozesse optimieren

VARIA: Computer

ITeG 2006: IT-gestützt Prozesse optimieren

Krüger-Brand, Heike E.

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Spezielle Hardware für den medizinischen Bereich: Der Panel-PC T19- PCOX von TCI (www.medizin-pc.de) mit einem 19-Zoll-TFT-Display arbeitet ohne Lüfter und ist daher geräuschlos und wartungsarm. Zusätzlich kann er mit RFID-Leser ausgestattet werden (Halle 4/A 34). Werkfoto
Spezielle Hardware für den medizinischen Bereich: Der Panel-PC T19- PCOX von TCI (www.medizin-pc.de) mit einem 19-Zoll-TFT-Display arbeitet ohne Lüfter und ist daher geräuschlos und wartungsarm. Zusätzlich kann er mit RFID-Leser ausgestattet werden (Halle 4/A 34). Werkfoto
Der elektronische Arztbrief und die sektorübergreifende Kommunikation sind neben der Gesundheitskarte zentrale Themen der Branchenveranstaltung.

Die Anwendungsmöglichkeiten von Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen stehen im Mittelpunkt der Fachmesse ITeG. Mit Zuwachsraten von 35 Prozent bei der Ausstellungsfläche und von rund 20 Prozent bei den Ausstellern hat sich die Messe im dritten Jahr ihres Bestehens erfolgreich zwischen Medica und CeBIT positioniert (www.iteg-messe.de). So stellen 250 Unternehmen in Frankfurt/Main Lösungen und Dienstleistungen speziell für den Bereich Gesundheitstelematik vor. Ein zielgruppenspezifisches Fachprogramm mit Expertenvorträgen und Diskussionsforen begleitet die Ausstellung (Kasten).
Schwerpunktthemen sind neben den Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte die Prozessoptimierung und Qualitätssteigerung in medizinischen Versorgungseinrichtungen sowie Projekte zur Integrierten Versorgung. Ein Beispiel hierfür ist die Umsetzung des elektronischen Arztbriefes, den die Unternehmen der Initiative „Intersektorale Kommunikation“ im VHitG (Verband der Hersteller von IT-Lösungen für das Gesundheitswesen) erstmalig präsentieren können. Die Live-Demonstrationen sind täglich mehrmals auf dem Stand der VHitG-Initiative (Halle 4/F 29) zu sehen. Dort werden Krankenhausinformations- und Arztpraxissysteme vorgeführt, die den Arztbrief in einem gemeinsamen Netzwerk über die klassischen Sektorengrenzen hinweg austauschen können.
Die Magrathea Informatik GmbH, Hannover, demonstriert ihr überarbeitetes Analyse- und Steuerungssystem für klinikspezifische Geschäftsvorgänge „TimeBase Businessintelligence“. Das System ermöglicht Benchmarking sowie Schwachstellen- und Qualitätsmanagementanalysen (Halle 4/G 40).
Die carus Information Technology AG, Norderstedt, stellt den klinischen Arbeitsplatz „cHMS/myMEDis“ vor, der für die Anforderungen in
der Hochleistungsmedizin in Großkliniken und Klinikverbünden entwickelt worden ist (Halle 4.1/D 19). Die Module, darunter ein SAP-Integrationsmodul und ein Modul für Ressourcenmanagement, ermöglichen eine Echtzeit-Datensynchronisation im Netz. Sie können einzeln oder im Verbund mit anderen Modulen, auch von anderen Herstellern, eingesetzt werden. Upgrades sind bei laufendem Betrieb möglich (Soft Migration).
Das Klinikinformationssystem „Kurvas/One Step“ von Potthoff + Partner, Lienen, basiert auf Java-Technologie und wird über einen Internet-Browser gestartet. Es umfasst unter anderem Patientenverwaltung und Belegungsplanung, Diagnostik-/Therapie-Termindisposition mit Online-Verordnung und Budgetkontrolle sowie die digitale Patientenakte (Halle 4/B 31).
Sony stellt vernetzte Speicher- und Archivlösungen für medizinische Bilddaten vor (Halle 4/D 30), darunter ein Aufnahmegerät für Bild- und Videodaten im 1080i-High-Definition-Format, mit dem sich während einer Operation gleichzeitig medizinische Bilder und Videos anzeigen und archivieren lassen.
Am Stand von IBM (Halle 4.1/A 2) kann man sich über ein Projekt zur mobilen Überwachung von Dialyse-Patienten informieren, das das Unternehmen zurzeit mit der Universitätsklinik Heidelberg durchführt. Weitere Themen sind die Überwachung medizinischer IT-Systeme, die Digitalisierung des Dokumentenflusses im Krankenhaus, die sichere Arzneimittelversorgung mit der Funktechnik RFID sowie die Verwaltung und Archivierung klinischer Befunde.
Bei Microsoft (Halle 4.0/A 38) steht die „eHealth Interoperability-Plattform“ (eHIP) im Mittelpunkt, die das Unternehmen gemeinsam mit Intel und den Asklepios-Kliniken für einen sicheren Datenaustausch im Gesundheitswesen entwickelt hat. Weitere Themen sind Mobile-Point-of-Care-Lösungen sowie Patienten-Dashboards mit integrierter RFID-Technologie.
Die Docconcept-Editionen „Ambulanz“ und „MVZ“ (Medizinisches Versorgungszentrum) sind die Hauptthemen der Docexpert-Gruppe, Bamberg. Außerdem können sich Ärzte über die Neuentwicklungen in dem Praxissoftwareprogramm DOCconcept informieren (Halle 4/D 10).
Die TecSphere AG, Hamburg, demonstriert die Funktionen ihrer webbasierten Verwaltungs- und Kommunikationssoftware „star.net“ für den intersektoralen Datenaustausch für niedergelassene Ärzte, Praxisnetze und Klinikambulanzen (Halle 4/C 20).
Intarsys Consulting, Karlsruhe, zeigt Lösungen für die Online-Patientenaufklärung am Tablet-PC (Halle 4.0/B 39). Heike E. Krüger-Brand


ITeG-Fachprogramm
- Dienstag, 30. Mai: Medizin-Controller-Tag. Themen: Neue Versorgungskonzepte und ihre rechtlichen Rahmenbedingungen, Anforderungen an die IT aus Sicht eines Krankenhauses
- Mittwoch, 31. Mai, vormittags: Fachprogramm für IT-Leiter. Themen: Einführung der Gesundheitskarte – technische und organisatorische Herausforderungen an die Kliniken nachmittags: Fachprogramm für niedergelassene Ärzte. Themen: Einführung der Gesundheitskarte, Technik – Anschaffungen, Umstellungen, Kosten, erste Anwendungen, elektronischer Arztbrief, Integrierte Versorgung
- Donnerstag, 1. Juni: Pflege-Tag. Themen: Einführung der Gesundheitskarte – rechtliche Rahmenbedingungen, Pflegediagnostik und -leistungserfassung, Care Management
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