ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2006Vera Zylka-Menhorn: Preiswürdige Journalistin

VARIA: Personalien

Vera Zylka-Menhorn: Preiswürdige Journalistin

Jachertz, Norbert

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Vera Zylka-Menhorn Foto: Burdynowski
Vera Zylka-Menhorn Foto: Burdynowski
Auf ihr Lebenswerk kann Dr. med. Vera Zylka-Menhorn zwar noch nicht zurückblicken, sie ist gerade erst 52 geworden und hat gewiss noch viel vor. Immerhin ist sie seit genau 20 Jahren Medizinjournalistin. Am 25. April wurde ihr in Anerkennung ihrer Gesamtleistung von der Vereinigung der Deutschen Medizinischen Fach- und Standespresse die Walter-Trummert-Medaille verliehen. Prof. Dr. med. Peter Sefrin, der Vorsitzende der Vereinigung, überreichte ihr die Auszeichnung in Wiesbaden. Dort tagen anlässlich des Internistenkongresses alljährlich die Medizinjournalisten.
Zylka-Menhorn, geboren am 3. Mai 1954, studierte in Köln Medizin (1972 bis 1979) und bildete sich weiter zur Fachärztin für Anästhesie. An der Anästhesie habe sie „die Atmosphäre im OP“ gereizt. 1986 wechselte sie das Arbeitsfeld und wurde Journalistin, zunächst bei der „Welt“ (1986 bis 1990), dann arbeitete sie erfolgreich „frei“ und kam schließlich 1993 zum Deutschen Ärzteblatt. Dort ist Zylka-Menhorn verantwortlich für den „Medizinreport“, der sich vorwiegend mit der aktuellen medizinischen Berichterstattung und Kommentierung beschäftigt. Zylka-Menhorn setzt sich für eine wahrheitsgemäße Information über neue Produkte und Verfahren ein. Dabei scheut sie keine klaren Worte. Stifter der Walter-Trummert-Medaille, nach einem früheren Chefredakteur der Münchner Medizinischen Wochenschrift benannt, ist Roche Diagnostics.
Gleichzeitig wurde der Europäische Journalistenpreis von Bayer Health Care verliehen. Lobend und ein bisschen ironisch wurde vermerkt, dass zwei konkurrierende Firmen gemeinsam eine solche Veranstaltung bestreiten. Die Teams saßen zwar an getrennten Tischen, hatten jedoch ein Ziel: die Würdigung des kritischen Journalismus. NJ
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