ArchivDeutsches Ärzteblatt21/200635 000 Dollar für Obsttörtchen: Bizarre Schadenersatzklagen aus den USA

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35 000 Dollar für Obsttörtchen: Bizarre Schadenersatzklagen aus den USA

Ellermann, Bernd

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Zeichnung [M]: Oliver Weiss
Zeichnung [M]: Oliver Weiss
Ein Konzertbesucher forderte von der Stadt San Diego 5,4 Millionen Dollar. Er hätte bei einem Konzert in der Stadthalle ein schweres emotionales Trauma erlitten. Denn er hätte mit ansehen müssen, wie eine Frau, die von der langen Schlange vor der Damentoilette entnervt war, die Herrentoilette betrat und vor seinen Augen ein Urinal benutzte.

Der 36-jährige Peter Wallis aus Albuquerque in New Mexiko war über die Alimenteforderungen seiner Ex äußerst verärgert. Schließlich hatte sie ihm vorgegaukelt, die „Pille“ zu nehmen. Also verklagte er sie kurzerhand wegen Spermadiebstahls.

Ein inhaftierter Einbrecher wollte von der Anstalt, in der er einsaß, 35 000 Dollar haben, weil ihm nicht mehr ganz frische Obsttörtchen serviert wurden. Und auch der Insasse Jonathan Odom reichte eine Klage gegen das Gefängnis ein. Ihm wurde während seiner Zeit in Einzelhaft kein Deodorant zur Verfügung gestellt.

Die Brauerei Anheuser-Busch wurde von einem Mann auf 10 000 Dollar wegen irreführender Werbung verklagt. Der Kläger behauptete, an schweren körperlichen und geistigen Schäden zu leiden, da er auch nach Genuss des Bieres keinen Erfolg bei Frauen hatte, obwohl ihm die Werbung Gegenteiliges versprach.

Eine Frau aus der kanadischen Provinz Neuschottland, die am Flughafen für Touristen Dudelsack spielte, forderte von der Fluggesellschaft Swissair Schadenersatz, da der Absturz einer Swissair-Maschine ihren Tagesumsatz schmälerte.

Eine hochschwangere Sängerin ging gegen eine Operngesellschaft vor. Es sei eine Diskriminierung, dass sie keine Jungfrau spielen durfte.

Der Häftling David Earl Dempsey verklagte den Bezirk Pima County in Arizona, weil er nach einem missglückten Selbstmordversuch im Gefängnis schwere körperliche Schäden davontrug. Dempsey knüpfte aus seinem Bettlaken eine Schlinge, legte sich diese um den Hals und sprang aus dem Fenster. Doch das Laken löste sich, und der 37-Jährige knallte auf den Betonboden des Gefängnishofes.

Bernd Ellermann
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