ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2006FDP-Bundesparteitag: Mehr Forschung an Stammzellen

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FDP-Bundesparteitag: Mehr Forschung an Stammzellen

Dtsch Arztebl 2006; 103(21): A-1408 / B-1204 / C-1156

KNA; Rieser, Sabine

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FDP für mehr Freiraum in der Forschung Foto: dpa
FDP für mehr Freiraum in der Forschung Foto: dpa
Staatliche Vorgaben sollen gelockert werden.
Deutschland braucht nach Ansicht der Liberalen eine klare gesetzliche Grundlage, „die es unseren Wissenschaftlern ermöglicht, verantwortlich an embryonalen Stammzellen zu forschen, therapeutisches Klonen durchzuführen, und darüber hinaus deutschen Stammzellforschern Rechtssicherheit bei internationalen Forschergruppen bietet“. Diese Position haben die Delegierten auf dem 57. Bundesparteitag der FDP Mitte Mai in Rostock durch einen Beschluss bekräftigt. Die jetzige Stichtagsregelung wird als Sackgasse eingestuft. Sie sollte im Rahmen einer Gesetzesnovellierung aufgegeben und durch Vorkehrungen gegen eine missbräuchliche Gewinnung und Nutzung von Embryonen ersetzt werden.
Auf dem 3. Internationalen Meeting des Kompetenznetzwerks Stammzellforschung Nordrhein-Westfalen hatten kürzlich auch führende Stammzellforscher für eine Gesetzesänderung plädiert. Sie bemängelten unter anderem, dass die vorhandenen älteren Stammzelllinien veraltet und verunreinigt seien.
Die FDP tritt zudem dafür ein, dass für die Forschung nicht nur embryonale Stammzellen aus dem Ausland, sondern auch aus Deutschland eingesetzt werden können, die bei künstlichen Befruchtungen übrig geblieben sind. Das reproduktive Klonen lehnten die Liberalen allerdings kategorisch ab, heißt es im Beschluss weiter.
Der Parteitag der Liberalen stand unter dem Motto „Deutschland kann mehr“. Schwerpunktthemen waren Innovations-, Umweltschutz- und Energiepolitik. kna/Rie
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