ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2006Ein echter Vertreter der freien Berufe

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Ein echter Vertreter der freien Berufe

Rieser, Sabine

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Amüsantes zu Dr. Eisenbart auf dem Deutschen Ärztetag

Ärztinnen und Ärzte aus Sachsen-Anhalt können eine ganze Menge – sogar historische Persönlichkeiten „rematerialisieren“ und zur Eröffnungsveranstaltung des 109. Deutschen Ärztetags bitten. Augenzwinkernd demonstriert dies der gastgebende Ärztekammerpräsident Dr. med. Henning Friebel im Rahmen seiner überaus amüsanten Rede: Er bittet vier berühmt gewordene Landeskinder, alle geboren im 17. Jahrhundert, auf die Bühne: als erstes Otto von Guericke, berühmt geworden durch Experimente zu Luftdruck, Vakuum und Elektrizität, als zweites den Komponisten Georg Friedrich Händel, übrigens Sohn eines Hof-
chirurgen, dann Fürst Leopold I., der den Gleichschritt in der preußischen Armee einführte, und schließlich Dr. Eisenbart.
Dessen Niederlassungsurkunde von 1716 weise nach, dass er in Magdeburg praktiziert habe, und zwar als echter Vertreter eines freien Berufs, wie Friebel betont: Er habe nämlich die Menschen nach seiner Art kuriert, zitiert er Eisenbart. Ganz sicher hätte er Vorgaben wie Chronikerprogramme abgelehnt, fügt der Ärztekammerpräsident hinzu. Allerdings habe er sich auch nicht an die Schulmedizin gehalten. Bekannt sei jedoch, dass Eisenbart Instrumente über dem Feuer erhitzte – und damit „quasi Qualität erbrachte, bevor es etwas zu sichern gab“. Rie
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