ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2006Ernährungsrisiken: Fastfood-Gesellschaft

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Ernährungsrisiken: Fastfood-Gesellschaft

Merten, Martina

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Foto: Photothek.net
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Studie: Trotz guter Vorsätze verschlechtern sich die Essgewohnheiten.

Die Schere zwischen dem Wunsch, sich gesünder zu ernähren, und den tatsächlichen Ernährungsgewohnheiten geht in allen Altersgruppen immer weiter auseinander. Das ist das Fazit einer Studie der Techniker Krankenkasse (TK) und des FAZ-Instituts für Management-, Markt- und Medieninformationen zu Ernährungsrisiken. „Die guten Werte gesunder Ernährung zählen zwar nach wie vor. Sie müssen sich aber immer häufiger dem hektischen Alltag beugen“, resümierte Dag-Uwe Holz vom FAZ-Institut. Obwohl 98 Prozent der Befragten angaben, großen Wert auf gesunde Ernährung zu legen, verhalten sich die meisten anders. Jeder Zehnte verzichtet der Studie zufolge auf das morgendliche Frühstück, ebenso viele essen mehr als drei Mal wöchentlich Fertiggerichte. „In unserer schnelllebigen Gesellschaft hat sich eine regelrechte Fastfood-to-go-Gesellschaft entwickelt“, sagte der Vorstandsvorsitzende der TK, Dr. Norbert Klusen.
Vor allem die Gruppe der Geringverdiener gab an, zu wenig Geld für eine gesunde Ernährung zu haben. Dabei, so die Initiatoren der Studie, tendierten gerade einkommensschwache Familien zu Wurst, Fleisch und Fastfood, also zu Lebensmitteln, die teurer seien als gesündere. Auch Menschen unter 24 Jahren essen der Befragung zufolge mehrmals täglich Eier, Wurst und Fleisch. Nur 33 Prozent achten dabei auf Herkunft und Inhaltsstoffe der Produkte. Erste Folgen dieses Trends seien Diabetes-Typ-II-Erkrankungen schon bei jungen Menschen und Kindern. Das mit der Studie beauftragte Forsa-Institut befragte im April 1 000 deutschsprachige Bürger über 14 Jahre. MM
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