ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2006Ärzteproteste: Was habe ich falsch gemacht?

BRIEFE

Ärzteproteste: Was habe ich falsch gemacht?

Dtsch Arztebl 2006; 103(23): A-1600 / B-1365 / C-1317

Breithardt, Ole-A.

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Anlässlich der streikenden Ärzteschaft rechnen die öffentlichen Arbeitgeber vor, das Grundgehalt eines Jungarztes betrage mehr als 3 000 Euro und das eines 33-jährigen Facharztes mehr als 5 000 Euro, inklusive Dienstvergütungen gut 8 000 Euro. Das wäre ja tatsächlich durchaus beeindruckend – Jammern auf hohem Niveau? Leider ist dies nicht die Realität. Ich habe nachgerechnet: Nach Beendigung des Studiums 1994 arbeite ich seit Januar 1995 an zwei deutschen Universitätskliniken, unterbrochen von einem einjährigen Forschungsaufenthalt im Ausland 2001. Promotion 1996, Facharzt für Innere Medizin seit 2001, Zusatzbezeichnung Kardiologie 2004, Habilitation 2004, seit Oktober 2004 in Oberarztfunktion, ungezählte Überstunden in der Krankenversorgung, inklusive drei Jahre Schichtdienst auf Intensiv- und Notaufnahmestationen. Erstautor oder Mitautor bei mehr als 40 Publikationen in z. T. hochrangigen internationalen Fachzeitschriften. Internationale Anerkennung in einem klinisch bedeutsamen Spezialgebiet. Mein bisheriges durchschnittliches monatliches Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit laut Steuerbescheid bis einschließlich 2004: 3 089,73 Euro. Ich muss etwas falsch gemacht haben!
Priv.-Doz. Dr. med. Ole-A. Breithardt, Hinterer Rindweg 44,
68526 Ladenburg
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige