ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2006Die beste Medizin: Gelungener Artikel
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LNSLNS Nachdem es ja schon einiges an schlimmen Beiträgen gab, gratuliere ich zu diesem gelungenem Artikel . . . Ein Mangel ist allerdings, dass nicht darauf verwiesen wird, dass in allen westlichen Ländern die Gesundheitsausgaben im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt steigen. Daraus ergibt sich der Zwang, irgendwann festzulegen, ab wann die Gesellschaft nicht mehr in der Lage ist, die steigenden Gesundheitsausgaben mitzutragen . . . Der Autor schreibt zum Schluss: „Die beste Medizin für alle – um jeden Preis! So tönen noch immer die Parolen vieler Politiker. Die wirksamste Medizin für alle – um einen begrenzten, aber gerechten Preis! Wäre das nicht sinnvoller?“ Damit tut er so, als wären die Lügen der Politiker eine Alternative. Dabei weiß jeder, dass mittel- bis langfristig gar nicht mehr alles für alle finanzierbar ist und wir also um Rationierung gar nicht umhinkommen. Jeder Politiker, der vorgibt, gegen eine Zweiklassenmedizin zu sein, ist entweder jemand, der nicht weiß, was er tut, oder aber ist ein Heuchler, der nach Wählerstimmen schielt. Ebenso wird ja manchmal bei den Ärzteprotesten oder vor der anstehenden Gesundheitsreform so getan, als könne es eine Reform ohne Rationierung geben. Insofern sind einige Ärzte da nicht besser als die Politiker. Die Frage müsste anders gestellt werden: Sollen wir der Wahrheit ins Gesicht sehen und uns praktikable Lösungen überlegen, oder wollen wir uns nichterfüllbaren Illusionen hingeben? . . .
Martin Franck, Hoher Wallgraben 28, 10318 Berlin
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