ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2006Die neurologische Untersuchung
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Neurologie: Als Lehrbuch weniger geeignet
Malte E. Kornhuber, Stephan Zierz (Hrsg.): Die neurologische Untersuchung. Steinkopff Verlag, Darmstadt, 2005, XII, 204 Seiten, 77 zum Teil farbige Abbildungen, 10 Tabellen, kartoniert, 29,95 €
Die subtile neurologische Untersuchung ist für die weitere Planung der meist apparativen Diagnostik und der damit notwendigen Auswahl der unbedingt notwendigen Untersuchungen unerlässlich. Der Medizinstudierende muss lernen, Symptome zu erkennen und in Syndrome einzuordnen.
Das Buch orientiert sich am lange Zeit üblichen Kurs der neurologischen Untersuchung. Alle Untersuchungstechniken und zu erhebenden Befunde werden anschaulich beschrieben. Allerdings steht heute in Modell- und Regelstudiengängen das problemorientierte Lernen im Mittelpunkt, bei dem die Studierenden die Befunde in ein Krankheitsbild einordnen müssen. Die Buchkapitel wären somit sinnvoller als Eingangskapitel für ein Lehrbuch der Neurologie geeignet (wo es ähnliche Kapitel aber auch immer
gibt). Als isoliertes Lehrbuch ist es für die aktuellen Studienbedingungen nicht geeignet. Zu empfehlen wäre es allerdings Ärzten, die zur Differenzialdiagnostik von Erkrankungen anderer Fachgebiete neurologische Befunde erheben müssen. Sylvia Kotterba
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