ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2006Verträge: Richtig kündigen

Versicherungen

Verträge: Richtig kündigen

Dtsch Arztebl 2006; 103(23): [71]

rco

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LNSLNS Oft merkt man zu spät, dass man eine unnötige Versicherung abgeschlossen hat, oder man will eine teure Police durch eine kostengünstigere ersetzen. Doch wie kommt man aus diesen Verträgen heraus?
Wer seine Versicherung „ordentlich“ kündigen will, muss dies zum Ende der Laufzeit des Vertrages tun. Diese kann ein bis fünf Jahre betragen. Wer einen Fünfjahresvertrag besitzt, ist am Ende des fünften Jahres frei, danach jährlich zum Ende des Versicherungsjahres. Wer eine Lebens- oder eine private Kran­ken­ver­siche­rung abgeschlossen hat, kann grundsätzlich zum Ende des Jahres aus dem Vertrag aussteigen. Sehr wichtig ist dabei, die Kündigungsfristen einzuhalten, das heißt, das Kündigungsschreiben muss drei Monate vor Ende der Vertragslaufzeit beim Versicherer vorliegen. Doch es gibt Ausnahmen: Eine einmonatige Kündigungsfrist besteht bei der Lebensversicherung, bei der Kfz-Haftpflichtversicherung und bei neueren Kfz-Kaskoverträgen.
Auch, wer einen Versicherungsvertrag mit nur einjähriger Laufzeit abgeschlossen hat, muss seinen Vertrag kündigen. Denn der Vertrag endet nicht nach Ablauf der Vertragszeit. Wer nicht fristgerecht kündigt, hat den Vertrag automatisch wieder um ein Jahr verlängert.
Bleibt nur noch wenig Zeit bis zum Ablauf der Kündigungsfrist, sollte man sicherheitshalber einen Brief per Einschreiben mit Rückschein schikken. Eilt es nicht, so kann man auch einen normalen Brief mit der Kündigung senden und das Versicherungsunternehmen um schriftliche Bestätigung der Kündigung bitten.
Jeder Versicherungskunde hat ein Sonderkündigungsrecht. Dieses gilt dann, wenn der Versicherer die Prämien erhöht, ohne den Versicherungsschutz auszuweiten. Nach Eingang der Erhöhungsmitteilung hat man einen Monat Zeit, um zu kündigen. Dies gilt allerdings nicht für die Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung. Erhöht die Kasse die Beitragssätze, so hat man zwei Monate Zeit, um zu kündigen. Ein weiteres Sonderkündigungsrecht wird dem Kunden eingeräumt, wenn ein versicherter Schaden eingetreten ist. Allerdings kann dies auch der Versicherer tun im Falle eines Schadens. rco
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