ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2006Bundes­aus­schuss: Multimorbide Patienten berücksichtigen

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Bundes­aus­schuss: Multimorbide Patienten berücksichtigen

Bühring, Petra

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LNSLNS Beschlüsse zu Disease-Management-Programmen und Soziotherapie
Chronische Erkrankungen treten häufig nicht einzeln auf, sondern gerade mit zunehmendem Alter kommt es zu Multimorbiditäten. Um die Versorgung für mehrfach erkrankte chronisch Kranke zu verbessern, hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) am 16. Mai empfohlen, die Standardtherapie der anderen Erkrankungen als Module in ein Disease-Man-
agement-Programm, für das der Betroffene bereits eingeschrieben ist, aufzunehmen. Ulrich Weigeldt, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, bezeichnete dies als „weitreichenden Beschluss“, der zur Entbürokratisierung beitrage und von einer stärkeren Patientenorientierung zeuge.
Eine weitere Entscheidung hat der G-BA zur Soziotherapie getroffen. In einer breit angelegten Befragung von Patienten, Leistungserbringern und Krankenkassen soll ermittelt werden, warum diese Leistung kaum angeboten wird. Die ärztlich verordnete Soziotherapie wird von Sozialpädagogen und Psychiatrie-Helfern erbracht und soll schwer psychisch Kranke befähigen, Leistungen zu akzeptieren und selbstständig in Anspruch zu nehmen. Die Richtlinie, die am 1. Januar 2002 in Kraft trat, soll – in Abhängigkeit der Ergebnisse der Befragung – möglicherweise geändert werden.
Weitere aktuelle Beschlüsse des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses zur Verbesserung der Versorgungsqualität im Krankenhaus unter: www.g-
ba. de. PB
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