ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2006Pflege: Qualität stärker kontrollieren

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Pflege: Qualität stärker kontrollieren

Dtsch Arztebl 2006; 103(24): A-1636 / B-1400 / C-1352

Hibbeler, Birgit

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Foto: epd
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109. Deutscher Ärztetag setzt sich für die Rechte Pflegebedürftiger ein.
Die Situtation alter und pflegebedürftiger Menschen wird dem Anspruch auf ein Leben in Würde vielfach nicht gerecht. Darauf hat der 109. Deutsche Ärztetag hingewiesen. Die Delegierten forderten konkrete Maßnahmen, um die Rechte Pflegebedürftiger zu stärken.
Es sei eine wirksame Kontrolle notwendig, und Heimbegehungen sollten häufiger als bisher und ohne Voranmeldung erfolgen, heißt es in dem Beschluss. Die Berichte des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen und der Heimaufsicht sollten nach Vorstellungen des Ärzteparlamentes künftig öffentlich zugänglich sein.
Darüber hinaus verlangte der Deutsche Ärztetag die Einführung einer ausgereiften Qualitätssicherung in der Pflege, außerdem die Einführung von allgemeinverbindlichen Standards und Leitlinien. In dem Beschluss wird ferner ein sinnvoller Bürokratieabbau gefordert. Die Delegierten plädierten für den bundesweiten Ausbau von Beratungs- und Beschwerdestellen. Die Rechtsposition alter und pflegebedürftiger Menschen müsse gesichert werden.
Das Plenum kritisierte zudem, im politischen Bewusstsein seien die dringlichen Probleme Pflegebedürftiger nicht verankert. Auch aus dem Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD gehe nicht hervor, welchen Stellenwert dieses Thema einnehme.
Der Deutsche Ärztetag beschloss, die Situation pflegebedürftiger Menschen auf die Tagesordnung eines der kommenden Ärztetage zu setzen, um sich intensiver damit befassen zu können. BH
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