ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2006Arzneimittel: Zulasten der Forschung

BRIEFE

Arzneimittel: Zulasten der Forschung

Dtsch Arztebl 2006; 103(24): A-1667 / B-1420 / C-1372

Richter, Gerhard

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Als niedergelassener Allgemeinarzt darf ich Sie dahingehend informieren, dass bereits 70 Prozent meiner Verordnungen im Generikabereich liegen, d. h. jedes Mal mit einem „Aut idem“ gekennzeichnet sind. 18,7 Prozent meiner Verordnungen sind Reimporte (somit preisgünstige Verordnungen), 9,9 Prozent Analogpräparate und nur 9,0 Prozent Spezialpräparate. Bei den Spezialpräparaten handelt es sich um Innovationen, die dringend erforderlich sind, um problematische Krankheitsbilder therapeutisch zu versorgen. Diese Sparleistungen sind offensichtlich von Politikern noch nicht registriert worden. Auch mit einer Bonus-Malus-Regelung sind aus meiner Sicht keine wesentlichen Einsparungen mehr möglich . . . Anmerken möchte ich noch, dass bei einer so sparsamen Verordnung von Originalpräparaten die Forschung in Deutschland unterbleiben wird. Die Auswirkungen brauche ich Ihnen nicht näher zu erläutern.
Dr. med. Gerhard Richter,
Breiteweg 9, 88410 Bad Wurzach
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige