ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2006Vollständigkeit und Qualität der ärztlichen Dokumentation in Krankenakten: Schulung und Entlastung notwendig
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LNSLNS Ohne Zweifel: Dokumentation ärztlichen Handelns ist sinnvoll und notwendig, vor allem an den in dem Artikel genannten Schnittstellen. Die Dokumentation muss so gehalten sein, dass sich jeder weiterbehandelnde Arzt mühelos darin zurechtfindet. Wenn aber die Zeit, die ein Klinikarzt täglich der Dokumentation widmen muss, zwischen 2,7 und 3,2 Stunden und damit etwa ein Drittel eines normalen Arbeitstages ausmacht, so muss man sich fragen, ob den Kollegen in der Klinik eine entsprechende Unterstützung seitens der Klinikleitung und Verwaltung fehlt, um mit standardisierten Dokumentationsverfahren in einer kürzeren Zeit der Dokumentationsverpflichtung nachzukommen.
Ein Arzt kann nach abgeschlossenem Studium in der Regel weder vernünftig eine Schreibtastatur bedienen noch hat er das schnelle Diktieren eines Arztbriefes gelernt. Wer schult ihn in solchen Dingen, wenn er in der Klinik ist? Und wer entlastet ihn hinsichtlich bürokratischer Aufgaben, damit er sich entspannt und ausgeruht seiner eigentlichen Aufgabe, der Patientenversorgung, widmen kann?

Dr. med. Sigrid Planz-Kuhlendahl
Aliceplatz 7, 63065 Offenbach

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