ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2006Qualitätssicherung der radikalen Prostatektomie: Schlusswort

MEDIZIN: Diskussion

Qualitätssicherung der radikalen Prostatektomie: Schlusswort

Albers, Peter; Jakse, Gerhard

zu dem Beitrag von Prof. Dr. med. Peter Albers und Prof. Dr. med. Gerhard Jakse in Heft 51–52/2005
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LNSLNS Die Autoren danken Herrn Dr. Voigt für seinen Kommentar, hoffen aber, dass die meisten Leser den Artikel anders verstanden haben. Gemeint war, dass die bisher diskutierten Instrumente der Qualitätssicherung der radikalen Prostatektomie in Deutschland unzulänglich sind und fälschlicherweise aus amerikanischen Daten lediglich Mindestmengen abgeleitet werden. Gemeint war, dass die Mindestmenge ein Baustein der Qualitätssicherung sein kann, dass aber auch die Indikation und vor allem das onkologische Langzeitergebnis berücksichtigt werden müssen. In Zeiten schwindender Ressourcen besteht die Gefahr, die Qualitätssicherung lediglich als Instrument zur Kostensenkung einzusetzen. Es wäre jedoch vielmehr wünschenswert, dass die Kostenträger im Interesse ihrer Versicherten in evidenzbasierte Qualitätssicherung investierten. Der positive Effekt der Behandlung in Zentren muss prospektiv hinsichtlich Versorgungsqualität und der damit verbundenen Kostenreduktion geprüft werden. Als wichtiger Nebeneffekt dieser Strategie ist eine flächendeckende Verbesserung der Versorgung zu erwarten, die besonders den Patienten in jenen Regionen Deutschlands zugute kommen kann, die eine geringe urologische Versorgungsdichte aufweisen. So würde das dann doch etwas „mit der Qualitätskontrolle in Deutschland“.

Prof. Dr. med. Peter Albers
Klinik für Urologie, Klinikum Kassel GmbH
Mönchbergstraße 41–43, 34125 Kassel

Prof. Dr. med. Gerhard Jakse
Klinik für Urologie
Universitätsklinikum RWTH Aachen, 52057 Aachen

Die Autoren aller Diskussionsbeiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

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