ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2006Endothelfunktionsmessungen: Vom Labor in die Praxis

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Endothelfunktionsmessungen: Vom Labor in die Praxis

Bischoff, Martin

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LNSLNS „Endothelfunktionsmessungen bei Risikopatienten sind wichtig, um die Schädigung im Gefäß quantifizieren und die Notwendigkeit einer medikamentösen Therapie entscheiden zu können“, erläuterte Prof. Dr. med. Thomas Friedrich Münzel (Mainz). Denn nicht jeder Patient mit einem hohen kardiovaskulären Risiko nach PROCAM-Score müsse auch ein geschädigtes Endothel aufweisen. Für die Zukunft hofft man, die nicht invasive Erfassung des Endothelinneren mittels Ultraschall in der niedergelassenen Praxis einsetzen zu können, erläuterte Münzel. Allerdings erfordert die große Variabilität der Ergebnisse einiges an Erfahrung. Um sich diese anzueignen, müssen diejenigen, die die Methode einsetzen, eine intensive Trainingsphase über sechs Monate durchmachen.
Prof. Dr. med. Stefan Blankenberg (Mainz) sieht die Endothelfunktionsmessung auch als wichtige Motivationshilfe. „Damit können wir dem Patienten bildlich aufzeigen, in welchem Zustand sich seine Arterie befindet oder wie sie sich durch Sport oder einen geänderten Lebensstil verbessert hat“, versicherte der Kardiologe.
Die Endothelfunktionsmessung ist Bestandteil der PREVENT-it-Studie (PRoteomics, GEnomics and Vascular ENdoThelial Dysfunction), die 15 000 gesunde Probanden einschließen und drei Jahre lang laufen wird. Blankenberg erhofft sich als Studienleiter Antworten auf die Frage, welche Aussagekraft Parameter, wie Endothelfunktion, Intima-Media-Dicke oder Ankle-brachial-Index für die Vorhersage kardiovaskulärer Ereignisse haben. Martin Bischoff

Expertengespräch „Prävention, die große Herausforderung: Endothelfunktionsmessungen vom Labor in die Praxis“ in Mannheim, Veranstalter: Boehringer Ingelheim
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