ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2006Gesetzliche Unfallversicherung: Keine Praxisgebühr

Versicherungen

Gesetzliche Unfallversicherung: Keine Praxisgebühr

WZ

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Wer bei der Arbeit einen Unfall erleidet und zum Arzt geht, braucht keine Praxisgebühr zu bezahlen. Darauf weist die VBG, eine der gesetzlichen Unfallversicherungen, hin. Für Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung wegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit fallen demnach für Versicherte keine Eigenbeteiligungen an.
Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung sind bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten für die gesamte Rehabilitation zuständig. Sie steuern und koordinieren die medizinische Behandlung sowie die Wiedereingliederung in den Beruf und in das soziale Umfeld. Dabei sind Zuzahlungen, wie die 10-Euro-Praxisgebühr, oder Eigenbeteiligungen an Kosten, zum Beispiel für Medikamente oder Physiotherapie, für Unfallverletzte und Berufserkrankte kein Thema. Dasselbe gilt bei Kranken­haus­auf­enthalten oder bei der Versorgung mit Hilfsmitteln.
Versicherte, die dennoch im Zusammenhang mit einer medizinischen Behandlung wegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit eine Zuzahlung geleistet haben, sollten zunächst mit ihrem behandelnden Arzt klären, ob hier ein Versehen vorliegt oder die Zuzahlung möglicherweise zu Recht für eine zusätzliche Behandlung zulasten der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung erfolgt ist.
Die VBG ist eine gesetzliche Unfallversicherung. Sie versichert etwa 26 Millionen Personen: Arbeitnehmer, freiwillig versicherte Unternehmer, Patienten in stationärer Behandlung und Rehabilitanten, Lernende in berufsbildenden Einrichtungen und bürgerschaftlich Engagierte. Zu den knapp 540 000 Mitgliedsunternehmen zählen Dienstleistungsunternehmen, wie Banken und Versicherungen, Zeitarbeitsfirmen, Freie Berufe, Unternehmen der IT-Branche und Sportvereine. WZ
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema