ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2006Tarifkonflikt: Herabwürdigung eines ganzen Berufsstandes
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LNSLNS Als langjähriger Klinikchef mit reichlich Berufserfahrung unterstütze ich die Demonstrationen der niedergelassenen und Klinikkollegen voller Solidarität. Die Protestaktionen richten sich gegen die Herabwürdigung eines ganzen Berufsstandes zu einer bloßen Zweckgemeinschaft von Anbietern, Dienstleistern und Bürokraten, dessen unbegrenzte emotionale, zeitliche und materielle Inanspruchnahme (oder besser: Ausbeutung) andererseits als selbstverständlich erwartet wird. Sie sind eine längst fällige Antwort auf die seit langem zu beobachtenden, (auch) gesellschaftspolitisch-ideologisch begründeten Bemühungen, Gesundheit zum Billigtarif von staatsdirigierten Angestellten mit medizinischer Ausbildung zu bekommen.
Prof. Dr. Dr. Theo R. Payk,
Waldstraße 71, 53177 Bonn
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