ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2006Akupunktur bei chronischen Schmerzen – Ergebnisse aus dem Modellvorhaben der Ersatzkassen: Bekannte Ergebnisse
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LNSLNS Die mit großem Aufwand erstellte Studie kommt zu den gleichen Ergebnissen wie Untersuchungen aus dem Jahre 1978 (1) nämlich, dass hinsichtlich des Therapieerfolges bei der Migräne eine Nadelung an Placebopunkten einer solchen an echten Punkten ebenbürtig ist.
In der sehr kritischen Diskussion am Ende der Arbeit von Melchart et al. vermisse ich allerdings zwei wesentliche Gesichtspunkte:
- Wieso erwägen die Gesetzlichen Krankenversicherungen die Aufnahme einer Placebobehandlung in ihren Leistungskatalog?
- Wieso sollen Ärzte an Seminaren und Kursen zwecks Erwerb eines Akupunktur-Diploms teilnehmen, wenn es doch für die Wirksamkeit völlig gleichgültig ist, wie und wohin man sticht? (Man könnte nach der vorliegenden Studie allenfalls bei der Behandlung der Gonarthrose eine Ausbildung fordern.)
Einzige Voraussetzung für das Tätigwerden als Akupunkturarzt ist lediglich die Beachtung der Asepsis, was ja für jeden Arzt selbstverständlich ist.

Literatur
1. Baust W, Stürtzbecher KH: Die Akupunkturbehandlung der Migräne im Doppelblindversuch. Med Welt 1978; 29; 669–73.

Prof. Dr. med. Walter Baust
Kurt Schumacher Straße 29
26131 Oldenburg
E-Mail: WBaust@nwn.de
1.
Baust W, Stürtzbecher KH: Die Akupunkturbehandlung der Migräne im Doppelblindversuch. Med Welt 1978; 29; 669–73.
1. Baust W, Stürtzbecher KH: Die Akupunkturbehandlung der Migräne im Doppelblindversuch. Med Welt 1978; 29; 669–73.

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