ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2006Matthias Kleiner: Wissenschaft braucht Wettbewerb

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Matthias Kleiner: Wissenschaft braucht Wettbewerb

Rabbata, Samir

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Matthias Kleiner Foto: dpa
Matthias Kleiner
Foto: dpa
Prof. Dr. Matthias Kleiner ist Ingenieur und fühlt sich deshalb gut für sein neues Amt gerüstet. Der 51-Jährige wurde Ende Mai von der Mitgliederversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zu deren Präsidenten gewählt. Kleiner hofft, dass ihm seine Kenntnisse als Ingenieurwissenschaftler künftig nützlich sein werden: Dazu zählten Lesen und Schreiben, Rechnen und Schrauben, so Kleiner mit einem Augenzwinkern bei der Jahrespressekonferenz der DFG in Berlin.
Tatsächlich steht der Nachfolger des zum Ende des Jahres ausscheidenden DFG-Präsidenten, Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, vor einer Fülle von Aufgaben. Vor allem gilt es, die deutsche Forschung wieder international wettbewerbsfähig zu gestalten. Die von der Bundesregierung angestoßene Exzellenz-initiative an den Universitäten soll dies beschleunigen. Für die Endrunde im Oktober wählten 20 international besetzte Gutachtergruppen unter Regie der DFG rund 90 Anträge aus. Rund ein Drittel davon lässt sich der medizinischen und lebenswissenschaftlichen Forschung zuordnen. Damit die Gewinner genügend Zeit zur Entfaltung bekommen, aber auch um weitere Spitzenleistungen zu identifizieren, unterstützt Kleiner eine dauerhafte Etablierung der Exzellenzinitiative als Instrument der Forschungsförderung. Gleichzeitig will er den Wettbewerb zwischen den einzelnen Forschungsstandorten mit DFG-Fördermitteln stärken. „Spitzenuniversitäten des Jahrgangs 2006 dürfen sich nicht sicher sein, diesen Erfolg auch noch im Jahr 2012 oder 2020 in Ruhe genießen zu können“, mahnt er. Und er fügt hinzu: „Die Spitze muss dynamisch bleiben.“ Als DFG-Präsident wird Kleiner diesen Anspruch auch an sich selbst richten. Samir Rabbata
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