ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2006Altersvorsorge: Paradoxe Situation

Versicherungen

Altersvorsorge: Paradoxe Situation

Dtsch Arztebl 2006; 103(25): [78]

rco

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LNSLNS Die Bundesbürger haben klare Vorstellungen und hohe Ansprüche an einen guten Lebensstil bis ins hohe Alter. Dennoch sind sie tief gespalten, was ihre Erwartungen für ihr Alter betrifft. „Wir erleben in Deutschland heute eine paradoxe Situation, in der Anspruch und Wirklichkeit auseinander klaffen“, fasst Dr. Helmut Hofmeier, Vorstandschef der Gothaer Lebensversicherung, die Ergebnisse der Gothaer-Studie „Wie beweglich sind die Deutschen im Alter – geistig, körperlich und finanziell?“ zusammen. Demnach ist die Angst vor finanzieller Armut bei 47 Prozent der Befragten stark ausgeprägt – im Osten liegt die Rate gar bei 54 Prozent. Gleichzeitig ist die Mehrheit der Deutschen nicht bereit, sich für ihre finanzielle Vorsorge heute stärker einzuschränken.
Altersarmut ist neben der Sorge vor Krankheit (66 Prozent) die Hauptangst der Deutschen. In der jüngeren Generation steigt diese Angst signifikant an. Vor allem die heute 20- bis 39-jährigen haben deutlich häufiger Angst (61 Prozent) vor finanziellen Sorgen im Alter als die Bundesbürger ab 60 Jahren.
Auf wenig Verständnis in der Bevölkerung stößt der Gedanke, sich als Rentner finanziell einzuschränken, selbst wenn die Altersabsicherung der jüngeren Generation dadurch gewährleistet werden könnte. Wenn die Deutschen über Altersvorsorge nachdenken, steht die Sicherheit der Vorsorge an erster Stelle (67 Prozent ), vor dem Ertrag einer Anlage. Auch wenn Kapitallebens- und Rentenversicherungen immer noch die Nummer eins der Vorsorgeprodukte sind, setzen viele Deutsche nach wie vor auf traditionelle Methoden wie das Sparbuch (58 Prozent) für ihre finanzielle Beweglichkeit im Alter. Die Riester-Rente spielt nur für 19 Prozent der Deutschen eine Rolle. rco
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