ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2006Mammographie: Screening von hoher Qualität

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Mammographie: Screening von hoher Qualität

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Foto: Gerit Godlewsky/Kooperationsgemeinschaft Mammographie
Foto: Gerit Godlewsky/Kooperationsgemeinschaft Mammographie
Kooperationsgemeinschaft legt Bericht vor.
Drei Modellprojekte zur flächendeckenden Brustkrebsfrüherkennung belegen, dass das in Deutschland begonnene Mammographie-Screening die gestellten Anforderungen an Prozess- und Ergebnisqualität erfüllt. Das hat die Kooperationsgemeinschaft Mammographie in der ambulanten und vertragsärztlichen Versorgung, ein Zusammenschluss von Kassenärztlicher Bundesvereinigung und den Spitzenverbänden der Krankenkassen, dem Gemeinsamen Bundes­aus­schuss berichtet. Die Modellregionen Bremen, Weser-Ems und Wiesbaden/Rhein-Taunus-Kreis konnten trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen sehr gute Ergebnisse erzielen, heißt es im Abschlussbericht.
Ziel des Screenings ist eine Senkung der Brustkrebssterblichkeit um bis zu 30 Prozent. Da die Auswirkungen auf die Mortalität erst nach einigen Jahren feststellbar sind, stehen derzeit Qualitätsindikatoren wie Zahl, Größe und Stadienverteilung der entdeckten Karzinome im Vordergrund. Die Ergebnisse erfüllten nach Darstellung der Kooperationsgemeinschaft die Vorgaben der EU-Leitlinien beziehungsweise übertrafen sie.
So betrug in der Modellregion Weser-Ems die Brustkrebsentdeckungsrate im Erstscreening je 1 000 Frauen 8,3, in Bremen 8,7 und in Wiesbaden 9,4. Dabei lagen 80 Prozent dieser entdeckten Karzinome im prognostisch günstigen Stadium kleiner gleich zwei Zentimeter. Im Durchschnitt nahmen 59 Prozent aller angeschriebenen Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren teil. EB
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