ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2006Deutscher Ärztetag: Guter Artikel

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Deutscher Ärztetag: Guter Artikel

Dtsch Arztebl 2006; 103(26): A-1812 / B-1552 / C-1502

Pförringer, Wolfgang

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LNSLNS Der Bericht vom 109. Deutschen Ärztetag ist wertvoll und geht auch auf die ökonomischen Probleme der Ärzteschaft ein. Zum Thema der Bezahlung der Klinikärzte, insbesondere der Universitätsklinikärzte, ist ja kaum noch etwas hinzuzufügen, und zum Verhältnis niedergelassener Arzt/Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung ist nur zu sagen, dass ausschließlich eine absolute Gemeinsamkeit von Haus- und Fachärzten hier eine Position verspricht, die zumindest geringfügige Besserung herbeiführen könnte. Nicht angesprochen wird allerdings das Thema der privaten Kran­ken­ver­siche­rung, hier die Gebührenordnung für Ärzte. Es ist mehr als verwunderlich, dass diese aus den Achtzigerjahren stammende Gebührenordnung, die einmal in den Neunzigerjahren um sieben Prozent angehoben, bei den operativen Leistungen aber um insgesamt 25 Prozent abgesenkt wurde, dass hier also offensichtlich völliges Schweigen im Hinblick auf eine zeitgleiche Anpassung herrscht. Es gibt in Deutschland mit Sicherheit keinen einzigen Berufsstand, der seine Entlohnung noch nach den Tabellen der Mitte der Achtzigerjahre vollziehen lässt. In praktisch allen anderen Bereichen werden Tarife jährlich neu verhandelt, wird ständig zumindest über Inflationsausgleich u. Ä. gesprochen, nur bei uns Ärzten erwartet man, dass wir weiterhin akzeptieren, so bezahlt zu werden wie vor 20 Jahren, und weder über einen Inflationsausgleich noch über allgemein gestiegene Kosten wird hier auch nur ansatzweise diskutiert. Allein ein Inflationsausgleich über 20 Jahre müsste eine Steigerung von mehr als 50 Prozent der Gebührensätze erbringen . . .
Univ.-Prof. Dr. med. Wolfgang Pförringer, Theatinerstraße 1,
80333 München
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