ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2006Ärzteproteste: Appell an alle Ärzte
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LNSLNS Als Ehepartner einer HNO-Ärztin in eigener Niederlassung und ausgebildeter Volkswirtschaftler, Betriebswirt und Politikwissenschaftler verfolge ich seit vielen Jahren mit Interesse (aber auch mit Kopfschütteln, wenn es um ökonomische Fragen geht) jede Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes. Sie, verehrte Ärzte, sollten endlich aufwachen und erkennen, die Probleme der Gesundheitspolitik sind nicht das Ergebnis einer jahrelang verfehlten Gesundheitspolitik, sondern das Spiegelbild einer verfehlten Gesellschaftspolitik. Wenn zurzeit die Ärzte an den Universitätskliniken (ausgewählte) und die niedergelassenen Ärzte mit ihren Protesten der Politik klare Signale geben, ist das mehr als überfällig. Aber es bleibt dabei, leider haben sich die Ärzte seit Jahrzehnten mit ihrer Geduldshaltung selbst den schlechtesten Dienst erwiesen. Anstatt sich auf ihre anerkannte Stellung in der Gesellschaft zu besinnen – die Sie sich mit der längsten Ausbildung erarbeitet und wohl verdient haben – und den öffentlichen Druck zu erhöhen, verniedlichen ängstliche Standesvertreter und Bürokraten die Probleme mit der Heraushaltung der kommunalen Krankenhäuser . . . Schaffen Sie jetzt nicht ein einheitliches, geschlossenes, solidarisches Aufbegehren von Universitäten, kommunalen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten ohne faule Kompromisse, wird die nächste Gesundheitsreform Sie alle über den Tisch ziehen, denn immer standen die beschwichtigenden Worte der Politik im Widerspruch zu den ihnen folgenden Taten . . .
Dipl.-Ing. Ökonom Klaus Liebrenz, Auf der Huder 1 B, 18055 Rostock

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