ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2006Sparpaket: Bonus-Malus-Falle

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Sparpaket: Bonus-Malus-Falle

Dtsch Arztebl 2006; 103(26): A-1814 / B-1554 / C-1504

Roßner, Mahnolf

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LNSLNS Immer wieder predigt Ulla Schmidt, dass die Ärzte zu teure Medikamente verordnen. Die Ärzte sollen eher Generika verschreiben, weil die angeblich billiger sind. Eine kleine aktuelle Aufstellung (Behandlung eines Bluthochdrucks) hat folgendes Ergebnis: Allopurinol allo-ct, 300 mg, 50 Tabletten, 12,44 Euro, Allopurinol-ratiopharm, 300 mg, 50 Tabletten, 12,49 Euro – das „billigere“ Generikum ist 0,05 Euro teurer. Nitrendipin AL 20, 100 Tabletten, 14,91 Euro, Nitrendipin ratiopharm, 100 Tabletten, 15,72 Euro – das „billigere“ Generikum ist 0,81 Euro teurer. Enalapril comp., 100 Tabletten, 38,43 Euro, Enalapril comp. ratiopharm, 100 Tabletten, 38,43 Euro – das „billigere“ Generikum ist keinen Cent billiger. Enalapril AL 10, 100 Tabletten, 23,26 Euro, Enalapril 10 ratiopharm, 100 Tabletten, 29,23 Euro – das „billigere“ Generikum ist 5,97 Euro teurer. Warum um alles in der Welt sollten Firmen, die Generika herstellen, billigere Produkte anbieten, wenn sich durch gewissermaßen ministerielle Verordnung („Ausweichen“ auf Generika) viel Geld damit verdienen lässt? Auch an diesem Beispiel aus der Praxis zeigt sich: Bonus – Malus ist ein Malheur!
Dr. med. Mahnolf Roßner,
Nordstraße 17 a, 59555 Lippstadt
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