ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2006Prävention von postoperativer Nausea und Emesis

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Prävention von postoperativer Nausea und Emesis

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LNSLNS Dexamethason lindert Übelkeit und Erbrechen in der postoperativen Phase nach einer laparoskopischen Cholezystektomie. In einer randomisierten placebokontrollierten Doppelblindstudie erhielten 49 Patienten intravenös 8 mg Dexamethason und 52 physiologische Kochsalzlösung 90 Minuten vor der Operation. Am Operationstag bekamen alle Patienten alle acht Stunden intravenös 1 g Paracetamol und zusätzlich bei Bedarf Ketoprofen. Nach 1, 3, 6 und 24 Stunden ermittelten die Autoren die Intensität von Nausea anhand einer Analogskala (0 = keine Übelkeit, 10 = schwerste Übelkeit) und die Häufigkeit von Brechepisoden.
Vier Patienten der Verumgruppe (8 Prozent) und 14 der Placebogruppe (17 Prozent) klagten über Übelkeit und Erbrechen. Diese Differenz war signifikant. Fünf Patienten der Verum- und 23 aus der Placebogruppe bekamen Ondansetron. Es bestand kein Unterschied im Bedarf an Schmerzmitteln und der stationären Aufenthaltsdauer. Intraoperative Komplikationen gab es bei zwei Patienten der Dexamethasongruppe (Gallenblasenperforation und Blutung), postoperative Komplikationen waren etwa gleich häufig. Bezüglich der Wundheilung oder Infektionen bestanden zwischen den Gruppen keine Unterschiede, sodass die Autoren die präoperative Gabe von Dexamethason als Standard empfehlen. wob

Feo CV, Sortini D, Ragazzi M et al. : Randomized clinical trial of the effect of preoperative dexamethasone on nausea and vomiting after laparaskopic cholecystectomy. Br J Surg 2006; 93: 295–9.

E-Mail: cvfeo@unife.it

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