ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2006Krankenstand: Verfälschte Statistik
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LNSLNS . . . Die Krankenkassen kommen zu den von Ihnen veröffentlichten Zahlen durch Auswertung der eingereichten Arbeits­unfähigkeits­bescheinigungen. Viele Arbeitnehmer müssen erst bei einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen ein ärztliches Attest einreichen. Arbeitsunfähigkeiten von kurzer Dauer erfährt die Krankenkasse nicht, gehen auch nicht in die Statistik ein. Teilzeitkräfte, die nur drei Tage pro Woche arbeiten, müssen z. B. keine Bescheinigung vorlegen, wenn sie damit rechnen, die darauf folgende Woche wieder zu arbeiten. Bei Arbeitslosen erfolgt die Vorlage eines Attests bei Krankheit nach sehr unterschiedlichen Gesichtspunkten, z. B. Auslaufen des Arbeitslosengelds oder Aufforderung durch den Sachbearbeiter der Agentur für Arbeit. Es gibt viele Fälle von kurzer und sehr kurzer Arbeitsunfähigkeit und wenige Fälle von langer Arbeitsunfähigkeit, deshalb machen die nicht der Kasse gemeldeten Fehlzeiten einen erheblichen Anteil der Gesamtfehlzeiten aus . . .
Dr. Christoph von Zastrow, Ottostraße 3, 30519 Hannover
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