ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2006Digitalisierung: Archivierungspflicht verlängern
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LNSLNS Vielen Dank für den anschaulichen Artikel, der die sorgfältigen Bemühungen bei diesem höchst wünschenswerten und zeitgemäßen Thema darlegt. Gerne würde ich dies mit dem Hinweis verbinden, dass die bisherige Archivierungspflicht von zehn Jahren insbesondere bei privat geführten Kliniken erschreckend ist. Mit dem lapidaren Hinweis auf die gesetzliche Mindestforderung, die heutzutage eigentlich indiskutabel kurz ist, verschwinden so wertvolle Dokumentationen über zum Teil mehrmonatige Behandlungen, z. B. auch chronischer Störungen. Im Hintergrund stehen z. T. rasche Trägerwechsel und Fusionen und Leitbild-Wechsel. Es spricht der heutigen Dokumentationswut eigentlich Hohn, wenn man sieht, wie achtlos mit biografischen Längsschnittdaten umgegangen wird. Die Krankenhäuser werden immer modischer gestylt, das arzttypische, sorgende Denken in chronischen Zeitverläufen und biografischen Entwicklungen wird an den Rand gedrängt . . . Es sollte zur Transparenz von Kliniken gehören, dass sie neben ihren fantasie- und anspruchsvoll klingenden Namen auch die Qualifikation ihrer Mitarbeiter, den Personalschlüssel und eben auch den langfristigen Umgang mit Patientendaten ausweisen . . . Eine Archivierung von 50 Jahren sollte heute die Regel sein.
Dr. Thomas Sporner, Heimstraße 19, 89073 Ulm
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