ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2006Offene versus laparoskopische Appendektomie bei Kindern

MEDIZIN: Referiert

Offene versus laparoskopische Appendektomie bei Kindern

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LNSLNS Viele Kinder könnten von den Vorteilen einer laparoskopischen Appendektomie (LA) profitieren. Nach der LA wurden weniger postoperative Komplikationen und ein kürzerer Kranken­haus­auf­enthalt als nach der offenen Appendektomie (OA) verzeichnet. Dies sind Ergebnisse einer Metaanalyse, in der die Autoren retrospektive, prospektiv nichtrandomisierte und randomisierte Studien ausgewertet hatten. Insgesamt berücksichtigten die Wissenschaftler 6 477 Eingriffe, wovon 2 789 (43 Prozent) laparoskopisch und 3 688 (57 Prozent) offen stattfanden.
Die Literatursuche bezog sich auf den Zeitraum von 1992 bis 2004. Es wurden 27 vergleichende Studien ausgewertet, in denen postoperative Komplikationen, Operationsdauer und die Verweildauer berücksichtigt wurden. Die beiden Operationstechniken unterschieden sich nicht signifikant hinsichtlich der Operationsdauer und der Zahl intraabdominaler Abszesse. Wundinfektionen waren signifikant seltener bei der LA (1,5 Prozent) als bei der OA (5 Prozent). Wie aus sechs der berücksichtigten Studien hervorgeht, entwickelte sich ein postoperativer Ileus signifikant seltener nach LA gegenüber der OA (1,4 versus 2,9 Prozent). Kinder, die laparoskopisch operiert wurden, verließen das Krankenhaus durchschnittlich einen halben Tag früher (-0,48 Tage, Konfidenzintervall: -0,65 bis -0,31), bei einer durchschnittlichen Liegezeit von 3,2 Tagen. Die Kosten der offenen Operationstechnik waren mit 4 734 $ (± 2199) geringer als die der LA (5 801 $ ± 1 776). Nach Auffassung der Autoren führt die LA zu weniger postoperativen Komplikationen und einer kürzeren Verweildauer. Diese Ergebnisse sollten noch durch weitere kontrollierte Studien abgesichert werden. wob
Aziz O, Athanasiou T, Tekkis PP et al.: Laparoscopic versus open appendectomy in children. A meta-analysis. Ann Surg 2006; 243: 17–27. E-Mail: tathan5253@aol.com

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