ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2006Berthold Koletzko: Eine neue Dimension der Prävention

VARIA: Personalien

Berthold Koletzko: Eine neue Dimension der Prävention

Dtsch Arztebl 2006; 103(27): A-1920 / B-1648 / C-1592

Hibbeler, Birgit

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Berthold Koletzko Foto: privat
Berthold Koletzko Foto: privat
Adipositas, Diabetes, Bluthochdruck und Herzinfarkt sind die klassischen Felder der Inneren Medizin. Der Grundstein für diese Erkrankungen wird allerdings nicht erst im Erwachsenenalter gelegt. Immer mehr Kinder und Jugendliche sind übergewichtig. Wie hoch das Risiko ist, eine Adipositas zu entwickeln, entscheidet sich aber offenbar schon lange, bevor der Nachwuchs selbst nach dem Schokoriegel oder der Chipstüte greifen kann – während der Schwangerschaft und im Säuglingsalter.
„In unseren Untersuchungen fanden wir eine um 25 Prozent niedrigere Häufigkeit von Übergewicht bei Schulkindern, die nach der Geburt gestillt wurden“, sagt Prof. Dr. med. Berthold Koletzko. Der 51-jährige Pädiater ist Leiter der Abteilung Stoffwechselstörungen und Ernährungsmedizin am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) München.
Nach Koletzkos Einschätzung könnte Gynäkologen und Pädiatern künftig eine neue Rolle in der Prävention zukommen, denn es gilt die „metabolische Programmierung“ positiv zu beeinflussen.
Für seine Arbeit erhielt Koletzko den mit 500 000 US-Dollar dotierten „Freedom to discover Grant“ der Bristol-Myers Squibb Foundation. Über den Einsatz des Stipendiums für Forschungszwecke kann er frei entscheiden. Koletzko ist der einzige Deutsche unter den zwölf Wissenschaftlern, die mit dem Preis ausgezeichnet wurden.
Nach dem Medizinstudium in Münster arbeitete Koletzko unter anderem in Südafrika und Tansania sowie an den Universitäten Düsseldorf und Toronto/Kanada. Im Jahr 1992 wurde er schließlich auf ein Extraordinariat der LMU berufen. Birgit Hibbeler
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