ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2006Filmfest: Toleranz und Akzeptanz

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Filmfest: Toleranz und Akzeptanz

Dtsch Arztebl 2006; 103(27): [92]

Filmfest

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LNSLNS Unter dem Titel „Ausnahmezustand“ startete Ende April in Berlin das bundesweite Filmfestival „Depression – psychische Erkrankungen“. Gezeigt werden acht Dokumentationen aus Deutschland, den USA, Frankreich, der Schweiz, Italien und Norwegen. Ihre Protagonisten sind nach Angaben der Veranstalter „Menschen mit psychischen Erkrankungen auf der Suche nach ihrer eigenen Identität, im Spannungsfeld zwischen neugierigem Interesse und gesellschaftlicher Stigmatisierung“. Anliegen des Filmfestivals ist es „das Thema psychische Behinderungen stärker in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken und um mehr Toleranz und Akzeptanz zu werben,“ so die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Karin Evers-Meyer. Im Film „SeelenSchatten“ zum Beispiel begleitet der Filmemacher zwei Jahre lang vier Männer und Frauen, die an schweren Depressionen leiden. Er zeigt, wie schwer es für die Betroffenen ist, wieder an sich selbst zu glauben, neuen Mut und Hoffnung zu schöpfen. Im Jahr 2002 sprang die 24-jährige Janine F. aus dem fünften Stockwerk des Berliner Kunsthauses Tacheles in den Tod. Der Film „Janine F.“ fragt, wer diese Frau war, für die Drogen ebenso zum Leben gehörten wie die künstlerische Freiheit. Er fragt auch, wie es zu ihrem Freitod kam, von dem niemand etwas ahnte. Im Film „Tarnation“ beginnt Jonathan Caouette bereits als Teenager, seine schwierige Familiensituation – die Mutter wurde als schizophren diagnostiziert – mit der Super-8-Kamera zu verarbeiten. Das Festival läuft bis Oktober in verschiedenen deutschen Städten. Informationen: www.ausnahmezustand-filmfest.de. Kli
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