ArchivDeutsches Ärzteblatt8/1997AkdÄ warnt vor Arzneimittel-Versand via Internet

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

AkdÄ warnt vor Arzneimittel-Versand via Internet

Korzilius, Heike

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LNSLNS KÖLN. Wegen lebensbedrohlicher Folgen für die Gesundheit hat die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) vor dem Versandhandel mit Medikamenten über das Internet gewarnt. Die so bezogenen Präparate kämen zum Teil aus Ländern, in denen die Produktion von Arzneimitteln nicht den deutschen Kontroll- und Sicherheitsstandards entsprächen. "Die Medikamente aus dem Internet werden oft mit falschen Angaben zu Anwendungsgebieten und völlig unzureichenden Warnhinweisen zu Nebenwirkungen angeboten", sagte Prof. Dr. med. Bruno Müller-Oerlinghausen, Vorsitzender der AkdÄ. Gravierende Gesundheitsschäden oder Todesfälle seien nicht auszuschließen. Da das gesetzliche Verbot des Versandhandels mit Arzneimitteln durch das Internet umgangen werde, forderte Müller-Oerlinghausen international verbindliche Absprachen für ein Verbot. An die Pharmaindustrie appellierte er, die Medikamentenwerbung im Internet zu unterbinden.
Bereits Ende letzten Jahres hatte der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Klaus Stürzbecher, Presseberichte über den Arzneimittelversand aus England als Irreführung der Bevölkerung bezeichnet. Es sei nicht gewährleistet, daß die Patienten ein nach deutschem Recht zugelassenes Präparat bekämen, das bis zur Abgabe mit allen Qualitäts- und Sicherheitsstandards des deutschen Apothekerwesens versehen sei. HK
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