ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2006Psychische Gesundheit: Heilberufe mehr beteiligen

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Psychische Gesundheit: Heilberufe mehr beteiligen

Bühring, Petra

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LNSLNS Kritik am Grünbuch der EU-Kommission
Die Förderung der psychischen Gesundheit in Europa erfordert eine stärkere Beteiligung der für die Gesundheitsversorgung psychisch Kranker zuständigen Professionen. In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisieren Bundes­ärzte­kammer und Bundes­psycho­therapeuten­kammer das diesbezügliche Grünbuch der EU-Kommission. Die Kammern fordern, die ärztlichen und psychologischen Heilberufe in die Entwicklung und Umsetzung der Maßnahmen stärker einzubeziehen. Ansonsten sei zu befürchten, „dass an sich sinnvolle Maßnahmen ins Leere laufen“. Eine strikte Trennung von Primärprävention und Gesundheitsversorgung, die den Zuständigkeitsverteilungen in der EU geschuldet sei, und eine Beschränkung auf Public-Health-Maßnahmen greife zu kurz. Denn zur Förderung der psychischen Gesundheit gehörten auch immer Maßnahmen zur frühen Erkennung und Behandlung dieser Störungen sowie zur psychosozialen und beruflichen Rehabilitation bei chronischen Krankheitsverläufen. Auch sollten die im Grünbuch aufgezeigten Aktionen zur Prävention von Depressionen, Suizid und Suchterkrankungen um die Bereiche Alterserkrankungen, schizophrene Störungen, Angst- und Zwangsstörungen, psychosomatische Störungen und Persönlichkeitsstörungen erweitert werden, heißt es in der Stellungnahme.
Das Grünbuch ist als Diskussionsgrundlage für die Entwicklung einer europaweiten Strategie gegen den Vormarsch psychischer und psychosomatischer Erkrankungen gedacht. PB
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