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Lexikon: Sachleistung

PP 5, Ausgabe Juli 2006, Seite 311

Flintrop, Jens

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LNSLNS Das Sachleistungsprinzip ist ein Strukturprinzip der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung: Die Versicherten erhalten im Krankheitsfall die erforderlichen medizinischen Gesundheitsleistungen, ohne selbst in Vorleistung treten zu müssen. Sie müssen nicht mit dem Arzt über dessen Honorar verhandeln. Der Versicherte legt einfach seine Kran­ken­ver­siche­rungskarte vor. Das Sachleistungsprinzip verpflichtet die Krankenkassen, eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung unter Berücksichtigung des medizinischen Fortschritts sicherzustellen. Hierfür schließen die Krankenkassen Verträge mit den Leistungserbringern beziehungsweise deren Verbänden, damit im Krankheitsfall die erforderlichen Leistungen erbracht werden können. So zahlen die Krankenkassen so genannte Kopfpauschalen je Versicherten an die Kassenärztlichen Vereinigungen. Diese verteilen das Honorar an die einzelnen Fachgruppen. Ausnahmen vom Sachleistungsprinzip, das heißt die Leistungsgewährung nach dem Kostenerstattungsprinzip, müssen gesetzlich erlaubt sein. Gegen das Sachleistungsprinzip wird unter anderem eingewandt, es führe zu einer vermehrten Inanspruchnahme von Leistungen, weil für die Versicherten keine Transparenz hinsichtlich der Preise und Kosten bestehe. In der privaten Kran­ken­ver­siche­rung wird nach dem Kostenerstattungsprinzip abgerechnet. JF
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