ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2006„G-BA und Akupunktur: Der Kaiser ist nackt“ / „Bundes­aus­schuss: Akupunktur als Regelleistung“: Wo liegt der Sinn dieser Regelungswut?

THEMEN DER ZEIT: Diskussion

„G-BA und Akupunktur: Der Kaiser ist nackt“ / „Bundes­aus­schuss: Akupunktur als Regelleistung“: Wo liegt der Sinn dieser Regelungswut?

Dtsch Arztebl 2006; 103(28-29): A-1954

Kluge, Rainer

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Foto: Vario Images
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. . . Über Jahre wurde die Akupunktur im Modellvorhaben von Ärzten, die eine definierte Qualifikation erfüllten, durchgeführt und von den Kassen finanziert. Jetzt kommt man zu dem Schluss, dass sie zumindest so wirkungsvoll ist, dass sie als Kassenleistung angeboten werden soll. Warum sind jetzt diese Ärzte nicht mehr ausreichend qualifiziert, sondern sollen 80 Stunden Psychosomatik- und 80 Stunden Schmerztherapie-Kurse belegen? Das war doch für die Ergebnisse des Modellvorhabens auch nicht nötig. Wo kann der Sinn dieser Regelungswut liegen? Haben die Kassen ihren Kunden gegenüber Angst, die Akupunktur nicht als Regelleistung zuzulassen, und gleichzeitig die Einsicht, dass das alles auf Dauer zu teuer wird, und suchen somit Wege, möglichst die Leistungserbringer in der Zahl zu minimieren? Eine andere Erklärung kann es kaum geben . . .
Dr. med. Rainer Kluge, Preusweg 23, 52074 Aachen
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