ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2006Stets zu Diensten: Daumen drücken
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LNSLNS Sehr geehrter kleiner Chirurg, als wir Ihren Artikel im Aprilheft dieses Jahres lasen, dachten wir zunächst an einen Aprilscherz. Der dafür verantwortliche Redakteur Herr Flintrop klärte uns jedoch auf, dass dies keinesfalls zutreffe, sondern alles bitterer Ernst sei. Ihre Betroffenheit haben Sie mit erstaunlichem Maß an Humor und feinfühliger Schreibkunst dargestellt, obwohl die Dinge, über die Sie berichten, bitterböse sind. Offensichtlich arbeiten Sie in einer berühmten Klinik, also wird auch Ihr Chef ein berühmter, wahrscheinlich auch fachlich hervorragender Chirurg sein. Vielleicht werden Sie auch fachlich gut weitergebildet. Ihr Bericht mit vielen humorigen Attitüden über wenig honorige Verhaltensweisen lässt allerdings Zweifel aufkommen, ob Ihr fachliches Vorbild auch ein menschliches ist. Voraussetzung ist allerdings, dass alles so stimmt, wie Sie es schreiben. Ein „audiatur et altera pars“ wäre nicht uninteressant. So oder so – mit einem müssen Sie schon rechnen: Auch der „große Chirurg“ wird Ihr Opus lesen und betroffen sein, was wiederum Sie treffen wird, und zwar mitten ins Mark einer gedeihlichen Weiterbildung an dieser berühmten Klinik. Mut haben Sie schon mit spitzer Feder bewiesen. Jetzt brauchen Sie aber auch Glück, um eine neue Ausbildungsstätte zu finden, an der Sie nicht nur chirurgisch, sondern auch menschlich profitieren – und Ihre „tausend Taler“ wieder zurückverdienen können. Wir drücken Ihnen die Daumen.
Für die Verfasser:
Prof. Dr. R. Bähr, Direktor der Chirurgischen Klinik am Städtischen Klinikum Karlsruhe, Moltkestraße 90, 76133 Karlsruhe
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