ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2006Patient und Kunde: Längst überfällig
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Endlich! Endlich mal jemand, der darauf hinweist, dass es außer der Ware-Geld-Beziehung zwischen Menschen auch noch etwas anderes geben kann. Dass Hilfe in Not nicht geschäftlich verhandelbar ist, sondern Menschenpflicht. Und wie das begründet wird: mit sehr sparsamen Hinweisen auf Moral, dafür aber mit sachlicher Analyse der Unterschiede zwischen der Arzt-Patienten-Beziehung und der Händler-Kunde-Beziehung. Es wird hohe Zeit, darüber nachzudenken, wo noch überall zwischen Menschen Beziehungen bestehen, in denen die wirtschaftlichen Aspekte zwar wichtige Rahmenbedingungen sind, der Kern aber durch Mitmenschlichkeit und Solidarität in all ihren Erscheinungsformen gebildet wird. Und überall, wo das zutrifft, müssen wir den wirtschaftlichen Rahmen diesem Kern anpassen und nicht umgekehrt.
Dr. med. Dietrich Loeff,
Schillerstraße 44, 03046 Cottbus
Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Stellenangebote