ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2006Klinische Forschung: Anonymität schwächt die Argumente

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Klinische Forschung: Anonymität schwächt die Argumente

Dtsch Arztebl 2006; 103(30): A-2033 / B-1745 / C-1689

Schirren, Carl

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LNSLNS In den vergangenen 87 Jahren hat sich grundlegend nichts geändert. Ob man allerdings eine grundlegende Änderung aufgrund einer „Ad-hoc-Befragung“ erreichen kann, bleibt unklar. Man sollte dazu sicher auch berücksichtigen, dass dieser Beitrag „ausdrücklich auf Wunsch der Klinikleitung anonym“ abgedruckt wird. Das schwächt die vorgetragenen Argumente. Wenn postuliert wird, dass „Wissenschaft als Beruf“ an den deutschen Universitäten heute meist nicht kalkulierbar und von ungewissem Ausgang für den Einzelnen sei, dann ist das früher auch nicht anders gewesen. Und dennoch ist an deutschen Universitäten Wissenschaft praktiziert worden. Das sei nicht vergessen! Im Übrigen ist es immer leicht, Forderungen zu stellen nach einem Abbau der Hierarchie, nach mehr Entgelt und mehr Freizeit. Wo bleibt da die von Weber geforderte Leidenschaft? Forderungen zu stellen ist modern. Man darf dabei aber nicht den persönlichen Einsatz vergessen, der sich nicht in Euro messen lässt, sondern Opfer verlangt. Das ist zu allen Zeiten so gewesen und wird durch noch so viele Forderungen nicht ersetzt.
Prof. Dr. Carl Schirren, Buurnstraat 13, 25938 Midlum/Föhr
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