ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2006Auslandsaufenthalt: Versicherungsverträge prüfen

Versicherungen

Auslandsaufenthalt: Versicherungsverträge prüfen

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LNSLNS Wenn ein Arzt aus beruflichen oder privaten Gründen für längere Zeit ins Ausland geht, so sollte er, neben vielen anderen Dingen, an seinen künftigen Versicherungsschutz denken. Welche Verträge bestehen weiter, welche müssen geändert werden, welche sollten gekündigt werden, und bei welchen genügt eine einfache Mitteilung an das jeweilige Versicherungsunternehmen?
Lebensversicherung. Die Lebensversicherung ist unproblematisch: Der Versicherungsschutz bleibt bestehen. Dies gilt auch für den Fall einer mit eingeschlossenen Berufsunfähigkeitsversicherung. Dennoch sollte man bei seiner Gesellschaft dies überprüfen lassen. Denn nicht alle Versicherer leisten, wenn der Arzt zum Beispiel ins außereuropäische Ausland geht.
Unfallversicherung und Privathaftpflicht. Auch die Unfallversicherung ist problemlos. Es müssen keine Besonderheiten beachtet wer-den. Das Gleiche gilt für die Privathaftpflichtversicherung, deren Versicherungsschutz bestehen bleibt. Doch auch hier empfiehlt es sich, beim Versicherer nachzufragen, wie lange der Schutz gültig ist, denn die Gesellschaften haben unterschiedliche Zeiten in ihren Bedingungen festgeschrieben.
Kran­ken­ver­siche­rung. Pflicht ist ein Auslandskrankenschutz. Wer gesetzlich krankenversichert ist, muss bei Aufenthalten außerhalb der Europäischen Union eine gesonderte Auslandskrankenversicherung abschließen. Privat krankenversicherte Ärzte sollten sich mit ihrer Versicherung in Verbindung setzen, weil der Kran­ken­ver­siche­rungsschutz im Ausland teilweise abhängig ist von der Dauer und vom Grund des Auslandsaufenthalts. Beachten sollte man auf jeden Fall, dass man noch genügend Zeit hat, um gegebenenfalls eine mögliche Gesundheitsprüfung durchzuführen.
Hausrat- und Wohngebäudeversicherung. Wird der Hausrat ins Ausland mitgenommen, wird die Versicherung im Inland natürlich aufgehoben. Wenn dies nicht der Fall ist, sollte man die Gesellschaft unterrichten, da möglicherweise eine Neubewertung erfolgen muss. Denn bleibt der Haushalt im Lande, so liegt eine Gefahrenerhöhung vor, wenn der Hausrat in einer unbewohnten Wohnung zurückbleibt. Die Wohngebäudeversicherung bleibt bestehen, wenn das Gebäude im Eigentum des Arztes bleibt. Man sollte jedoch einer Vertrauensperson die notwendigen Vollmachten einräumen, damit diese im Falle eines Schadens eingreifen kann. Auch hier sollte dem Versicherer angezeigt werden, dass das Wohngebäude vorübergehend unbewohnt sein wird. rco
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