ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2006Mobile Navigationsgeräte: Nicht im Auto liegen lassen

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Mobile Navigationsgeräte: Nicht im Auto liegen lassen

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Foto: vario-press
Foto: vario-press
Immer mehr Menschen benutzen Navigationsgeräte im Auto. Dies gilt auch für Haus- und Landärzte, die zu Patientenbesuchen unterwegs sind. Doch Vorsicht: Während fest installierte Navigationsgeräte ähnlich wie Autoradios versichert sind, haftet die Versicherung nicht für mobile Geräte. Versicherungsexperten raten deshalb, mobile Navigationsgeräte und mobile Telefone immer aus dem Auto zu nehmen.
Autoversicherung. Versicherungsschutz ohne Entschädigungsgrenze besteht in der Vollkaskopolice für fest eingebaute Telefone und Navigationsgeräte. Für mobile Teile haften die Versicherungen grundsätzlich nicht.
Hausratversicherung. Werden Autos aufgebrochen und dabei Sachen entwendet, handelt es sich um einen einfachen Diebstahl. Die Bedingungen der Hausratpolicen setzen aber für eine Haftung einen Einbruchdiebstahl voraus. Dennoch sind Gegenstände des Hausrats in Autos im Rahmen der so genannten Kfz-Klausel versichert, wenn sie sich „vorübergehend“ außerhalb der Wohnung befinden. Nach den jüngsten Bedingungen „VHB 2000“ sind Computer und damit auch mobile Navigationsgeräte jedoch ausdrücklich ausgeschlossen. Einen solchen Ausschluss kennen die älteren „VHB 92“ nicht. Allerdings droht hier der Einwand der groben Fahrlässigkeit, wenn das Gerät sichtbar im Auto aufbewahrt wurde.
Reisegepäckversicherung. Nach den zurzeit gültigen Bedingungen gilt ein grundsätzlicher Ausschluss für mobile Navigationsgeräte und Mobiltelefone. Anders verhält es sich mit den „AVB Reisegepäck 1992“. Da es zu diesem Zeitpunkt noch keine mobilen Navigationsgeräte gab, konnten sie auch nicht erwähnt werden. Auch hier droht aber der Einwand grober Fahrlässigkeit. Rolf Combach
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