ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2006Ärztestreiks: Ende nicht absehbar
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Foto: KEYSTONE
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Arbeitgeber verhandeln mit Verdi über Tarifvertrag.
Der Tarifkonflikt zwischen dem Marburger Bund und den kommunalen Arbeitgebern droht sich zu verschärfen, nachdem die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) am 31. Juli Verhandlungen mit Verdi und dem Deutschen Beamtenbund (dbb) über den Abschluss eines Tarifvertrages für alle am Krankenhaus tätigen Berufsgruppen aufgenommen hat. Der Marburger Bund (MB) will etwaige Verhandlungsergebnisse nicht anerkennen und kündigt eine Ausweitung der Proteste an. „Diese Art von Sandkasten-Politik wird die Ärzte so sauer machen, dass sie erst recht streiken werden“, sagte der MB-Vorsitzende Dr. med. Frank Ulrich Montgomery und sprach Verdi und dbb „die Legitimation ab, für Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern zu verhandeln“. Nach MB-Angaben sind bei Verdi weniger als eintausend Ärzte organisiert.
Der Marburger Bund hatte die Verhandlungen mit der VKA für die rund 70 000 Ärzte an den Krankenhäusern für gescheitert erklärt. Die Arbeitgeber lehnen einen Schlichter im Tarifstreit ab. Beeinträchtigungen bei der Versorgung der Krankenhauspatienten scheinen die allgemeine Beurteilung des Tarifkonflikts wenig zu beeinflussen. Nach einer Forsa-Umfrage (1 003 Befragte) im Auftrag des Nachrichtensenders NTV halten zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten den Streik der Ärzte für gerechtfertigt. Lediglich 30 Prozent lehnen die Streikaktionen der Krankenhausärzte inzwischen ab. TG

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